Die richtige Verbundplatte für Schleusen mit besonderen Anforderungen

Im Reinraum ist Präzision Pflicht. Ebenso darf es beim Brandschutz im Reinraum keine Kompromisse geben. Unser Kunde und Reinraumspezialist Sphairlab stand genau vor dieser Aufgabe: Ein bestehender Reinraum sollte um eine Schleuse mit eigener Belüftung erweitert werden. Auf den ersten Blick klingt das nach einem klassischen Erweiterungsprojekt. Doch dieses Mal lag die Herausforderung im Detail, genauer gesagt im bestmöglichen Brandschutz (A1).

Reinräume für medizinische Einrichtungen und Forschung: Präzision und Sicherheit für sensible Prozesse

Reinräume kommen überall dort zum Einsatz, wo kontrollierte Umgebungsbedingungen entscheidend sind – etwa in der Pharma- und Medizintechnik, der Halbleiterindustrie oder bei der Herstellung sensibler Produkte. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftreinheit und Luftströmung werden gezielt kontrolliert, um Verunreinigungen zu vermeiden und definierte Produktionsbedingungen sicherzustellen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die eingesetzten Materialien und Konstruktionen.

Für das Projekt unseres Kunden war daher eine Lösung gefragt, die sich präzise in die bestehenden Gegebenheiten integrieren ließ und gleichzeitig besonders hohe Anforderungen an den Brandschutz erfüllte.

A1 als Voraussetzung für die Reinraumschleuse

Für die neue Reinraumschleuse kamen ausschließlich nicht brennbare Materialien mit höchster Brandschutzklassifizierung infrage. Gleichzeitig sollte die Konstruktion präzise an die bestehenden Gegebenheiten und Anforderungen angepasst werden. Die passende Lösung: STALUFLEX® mit Brandschutzklasse A1. Die Verbundplatte mit Trapezkern ist zudem sehr leicht und stabil, was für Konstruktionen dieser Art ebenfalls von großem Vorteil ist.

Millimetergenau gefertigt, in vier Tagen montiert

Zum Einsatz kamen 6 mm starke STALUFLEX®️-Verbundplatten, die mittels präziser CNC-Fräsungen exakt auf die Anforderungen der Schleuse zugeschnitten wurden. So konnten auch individuelle Details passgenau umgesetzt werden. Anschließend ging es an die Montage: Nach nur vier Tagen war die längerfristig gemietete Schleuse vollständig aufgebaut und betriebsbereit.

Wenn aus hohen Anforderungen eine passende Lösung wird

Gerade bei anspruchsvollen Reinraumanwendungen müssen Materialien mehr leisten als reine Funktionalität. Präzision, Sicherheit und eine effiziente Verarbeitung müssen zusammenspielen – insbesondere dann, wenn bestehende Reinräume erweitert oder an neue Anforderungen angepasst werden.

Mit STALUFLEX®️ konnte Sphairlab eine Lösung realisieren, die den hohen Brandschutzanforderungen gerecht wird und gleichzeitig eine schnelle, passgenaue Umsetzung ermöglicht.

Fotoquelle: Sphairlab GmbH

Wir räumen auf – und bauen eine neue Halle!

Warum wir ausgerechnet jetzt in Viersen-Mackenstein den Spaten in den Boden rammen für rund 2.000 Quadratmeter mehr Lagerfläche und warum das keine langweilige Story ist, dass wir die Größten sind.

Es gibt diese typischen Spatenstich-Fotos: Männer im Anzug, blitzeblanke Schutzhelme, Spaten in der Hand und ein Gesichtsausdruck, als hätten sie gerade eine Rakete ins All geschossen. Wir haben so ein Foto jetzt auch. Nur ohne glänzenden Helm, ohne Rakete und leider auch ohne Roadster. Dafür mit Mutterboden.

Ich könnte Ihnen jetzt etwas von einem „Meilenstein“ erzählen, von „Aufbruch“ und „der nächsten Stufe unserer Erfolgsgeschichte“ – so ein klassischer für PR polierter LinkedIn-Post. Mache ich nicht. Ist langweilig und die ehrliche Version ist sowieso unterhaltsamer.

Was wirklich passiert ist: Uns ist schlicht der Platz ausgegangen

Zwischen 2022 und 2024 ist uns der Platz ausgegangen. Nicht ein bisschen, sondern komplett. Die Lieferketten waren durcheinander und wir haben eingekauft, was zu bekommen war. In diesen Jahren war es wichtiger, lieferfähig zu bleiben, als eine hübsche Lagerkennzahl vorweisen zu können. Das war richtig – und die Rechnung dafür stand danach in der Landschaft: Wir haben zusätzliche Flächen angemietet: in Willich, in Viersen – nur ein paar Kilometer vom Gewebering entfernt – und in Bitterfeld.

Keine dieser Hallen war jemals Teil eines Lagerkonzepts. Sie waren die Antwort auf die Frage: „Wo soll das ganze Zeug hin?“

Wer schon einmal ein Werksbund aus einer Halle geholt hat, das laut System in einer anderen liegt, kennt das Problem. Manchmal ist das kein Lager mehr, sondern eine Schnitzeljagd mit Stapler. Es kostet Zeit, es kostet Diesel, es kostet Nerven, und vor allem kostet es Geschwindigkeit. Und Geschwindigkeit ist bei uns genauso wie Verfügbarkeit kein Marketingversprechen, sondern Teil unseres Geschäftsmodells.

Die neue Halle ist eine große Aufräum-Aktion

Deshalb bauen wir in Viersen-Mackenstein, direkt neben dem, was ohnehin unser Hauptlager ist. Die neue Halle bekommt rund 2.000 Quadratmeter Fläche. Die Fertigstellung ist für Sommer/Herbst 2027 geplant.

Entscheidend ist dabei weniger die zusätzliche Fläche als das, was wir mit ihr machen: Bestände zusammenführen, angemietete Lagerflächen aufgeben und Abläufe vereinfachen. Insgesamt werden wir etwas mehr Platz haben als heute – verteilt auf weniger Standorte.
Das ist unspektakulär und „wir räumen auf“ klingt langweiliger als „wir wachsen“. Aber es ist betriebswirtschaftlich das bessere Projekt. Miete ist Geld, das jeden Monat aus dem Fenster fliegt und nie wiederkommt. Eine eigene Halle steht in 20 Jahren noch. Made to get it done® – Meti freut‘s.

Warum jetzt, wo doch alle jammern?

2026 ist eigentlich kein Jahr, in dem die Branche baut. Der Markt ist zäh, viele warten ab, Investitionsentscheidungen werden vertagt, bis „es wieder losgeht“. Genau das habe ich in jeder Delle in den letzten dreißig Jahre gehört. Es nervt.

Der erste Grund, warum wir jetzt loslegen: Wer baut, wenn alle bauen, zahlt Boompreise und wartet neun Monate auf einen Statiker. Wer baut, wenn gerade kein anderer baut, bekommt Kapazität, Aufmerksamkeit und vernünftige Angebote. Auch beim Hallenbau lohnt sich ein guter Einkauf. Und Einkauf kann ich.

Der zweite Grund ist aber cooler: Wir sind ein Familienunternehmen in dritter Generation, seit 1932. Ich habe keinen Investor, dem ich im nächsten Quartal etwas beweisen muss. Das heißt nicht, dass wir hier Geld verbrennen dürfen. Es heißt, dass ich in Zeiträumen planen kann, in denen sich ein Gebäude rechnet.

Was das für Bestellungen bedeutet

Bis zur Fertigstellung erst einmal wenig. Ich will Ihnen nichts verkaufen, was noch nicht steht.

Nach dem Sommer 2027 gibt’s jedoch kürzere interne Wege, weniger Umlagerungen, und Lager und Bearbeitung unter einem Dach. Konkret bedeutet das schnellere Kommissionierung und weniger von dem Satz, den niemand hören will: „Das kommt aus dem Außenlager und dauert einen Tag länger“.

Unser Lagerkonzept ändert sich für Sie nicht. Wir halten weiter das, was wir immer gehalten haben: NNK® Maschinenbauprofile ab Lager, kompatibel zu item und Bosch Rexroth, ohne dass Sie sich dafür an ein System binden müssen. Die Halle sorgt nur dafür, dass alles schneller ankommt.

Bis dahin

Wir werden in den nächsten Monaten hin und wieder Bilder zeigen. Beton ist als Content-Thema überschaubar sexy, das ist mir bewusst. Aber ein Unternehmen, das über Jahre erzählt, wie wichtig Lieferfähigkeit ist, sollte auch zeigen, was es dafür tut, wenn es gerade nicht bequem ist.

Weiter ab geht’s, Profile verkaufen!

Euer Stephan Josten

mejo Profile und Verbundplatten im 8×8-Giganten

Fast zwölf Meter lang, mehr als 20 Tonnen schwer und markant blau lackiert: Wer auf dem Caravan Salon 2026 in den Hallen der Messe Düsseldorf unterwegs war, kam an „Fetti“ kaum vorbei. Das Expeditionsmobil auf Basis eines Mercedes-Benz Arocs 4153 8×8 ist ein echtes Monster auf Rädern – und ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.

Für uns gab es noch einen weiteren Grund, in Halle 11 genauer hinzuschauen. Denn so beeindruckend Fetti von außen auch ist – besonders spannend wird es beim Blick hinter die Kulissen. Was man auf den ersten Blick nicht sieht: In dem 8×8-Giganten steckt jede Menge mejo. Unsere Profile und Verbundplatten sind an zahlreichen Stellen verbaut, u. a. im Boden, im Esstisch und in den Bettgestellen. Auf dem Caravan Salon waren wir aber nicht nur mit unseren Produkten in Fetti vertreten; als Supporter begleiteten wir auch unseren Kunden FAS Expedition und Fettis stolze Besitzer „Nat on Tour“ am Messestand.

Ein Abenteuer sondergleichen

Schon die Zahlen machen deutlich, in welcher Liga Fetti spielt. Das Expeditionsmobil kommt auf eine Gesamtlänge von fast zwölf Metern. Allein die von FAS Expedition entwickelte und gebaute Wohnkabine misst stolze 8,5 x 2,5 m.

Das Gesamtgewicht liegt bei über 20 Tonnen. Bis zu 700 Liter Diesel passen in den Tank – bei einem Verbrauch von rund 36 Litern auf 100 Kilometer eine durchaus sinnvolle Größe. Und auch der Fahrzeugwert zeigt, dass bei diesem Projekt kaum Kompromisse gemacht wurden: Komplett ausgestattet liegt Fetti bei über 1,5 Millionen Euro.

Beeindruckende Zahlen. Doch sie erzählen nur einen Teil der Geschichte. Denn hinter all den Tonnen, Metern und technischen Daten steckt vor allem eines: der Traum einer Familie, gemeinsam die Welt zu entdecken.

Große Messehalle mit einem blauen Expeditionsmobil

Freiheit auf acht Rädern

Natalie und Tim Seidel von „Nat on Tour“ haben sich mit ihrem liebevoll genannten Fetti den Wunsch nach mehr Freiheit, mehr Abenteuer und vor allem mehr gemeinsamer Familienzeit erfüllt.

Gemeinsam mit ihren drei Kindern und zwei Hunden machen sie das Reisen zum Familienprojekt. Auf ihrem Instagram– und YouTube-Kanal nimmt die Familie ihre Community mit – vom Planungs- und Bauprozess ihres außergewöhnlichen Expeditionsmobils bis zu ihren Reisen auf und abseits der Straßen dieser Welt.

Doch wer mit einem Fahrzeug wie Fetti dorthin möchte, wo gewöhnliche Reisemobile längst umdrehen, braucht mehr als eine große Idee. Hinter dem fertigen Expeditionsmobil stecken unzählige technische Entscheidungen, individuelle Lösungen und eine Konstruktion, bei der viele spannende Details erst auf den zweiten Blick sichtbar werden.

Und genau die wollten wir uns auf dem Caravan Salon genauer ansehen.

Wo mejo in Fetti steckt

Kaum am Messestand angekommen, nahm Jens Vonhoegen von FAS Expedition unser Team mit auf eine ausführliche Tour durch Fetti – einmal rund um das Fahrzeug und natürlich auch hinein in den Wohnbereich. Später kam Geschäftsführer Andreas Böttcher dazu und erzählte von den besonderen Herausforderungen, die ein Projekt dieser Dimension bei Planung und Konstruktion mit sich bringt.

Besonders interessant wurde es für uns dort, wo unsere eigenen Produkte ins Spiel kommen: Maschinenbauprofile und Verbundplatten. Denn wer genauer hinschaut, entdeckt mejo Lösungen an erstaunlich vielen Stellen des Expeditionsmobils.

Im Elektro- und Wassermodul bilden unsere Profile ISP6-L61, ISP6-L30, ISP8-L40, ISP8-UL40 und ISP8-L81 die jeweiligen Rahmengestelle. Profile aus diesen Systemen kommen außerdem in der Außenküche und im Couchunterbau zum Einsatz.

Auch an anderen Stellen setzt sich die Spur fort: Beim Trittstufen-Auszug der Eingangstreppe sind ISP5-L20 und ISP5-L41 verbaut, während im Esstisch die Profile ISP8-L44 und ISP8-L43 zum Einsatz kommen.

Für die Bodenplatte wurde eine speziell für dieses Projekt angefertigte CoraPET Verbundplatte mit Stahleinlagen eingesetzt.

Viele dieser Komponenten verschwinden im fertigen Fahrzeug beinahe unsichtbar in der Konstruktion. Ihre Aufgabe ist dafür umso wichtiger. Denn bei einem Expeditionsmobil dieser Größenordnung müssen Stabilität, Gewicht und eine durchdachte Konstruktion zusammenspielen. Schließlich soll Fetti nicht nur in der Messehalle Eindruck machen, sondern seine Besitzer zuverlässig über viele Kilometer und durch unterschiedlichstes Terrain begleiten.

Vom Caravan Salon auf die Straßen dieser Welt

Auf dem Caravan Salon war Fetti ein echter Blickfang. Doch so beeindruckend der 8×8-Gigant zwischen den anderen Fahrzeugen in Halle 11 auch wirkte: Für eine Messehalle wurde er nicht gebaut. Sein eigentliches Revier beginnt dort, wo asphaltierte Straßen enden, Entfernungen größer und Reiseziele außergewöhnlicher werden. Genau dafür haben Natalie und Tim gemeinsam mit FAS Expedition ihren Fetti auf die Straße gebracht – für mehr Freiheit, mehr gemeinsame Zeit und für Abenteuer, die nicht an der nächsten Landesgrenze aufhören.

Uns haben Natalie und Tim bereits verraten: Fetti hat noch einen ziemlich weiten Weg vor sich. Unter anderem Richtung Mongolei.

Kompatible Maschinenbauprofile und individuelle Zeichnungsprofile für Betriebsmittel, Intralogistik und kundenspezifische Konstruktionen

Ein neues Flugzeugmuster geht in die Fertigung. Ein Montageplatz muss umgebaut werden. Eine Wartungsplattform passt nicht mehr zum nächsten Fahrzeugprogramm. Und plötzlich hängt ein ganzes Betriebsmittel an einem Profil, das nur bei einem einzigen Systemanbieter erhältlich ist.

Solche Situationen kennen Einkäufer:innen und Konstrukteur:innen in der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie nur zu gut. Anforderungen ändern sich, Zeitpläne bleiben eng – und trotzdem müssen Arbeitsplätze, Transportwagen, Podeste und Vorrichtungen präzise, belastbar und zuverlässig verfügbar sein.

Genau hier spielen Aluminiumprofile für Aerospace & Defence ihre Stärken aus. Sie sind leicht, stabil und lassen sich zu modularen Konstruktionen verschrauben, die später erweitert, demontiert oder für eine neue Aufgabe umgebaut werden können. Ohne Schweißen und ohne die komplette Konstruktion neu zu planen.

Wir finden: Diese Flexibilität sollte nicht beim Material enden.

Deshalb bietet mejo mit No Name Konstruktion® kompatible Maschinenbauprofile für verbreitete Nut- und Rastermaße – ohne unnötige Bindung an einen einzelnen Systemanbieter. Und wenn kein Standardprofil zur Anwendung passt, entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Aluminium-Zeichnungsprofil.

Kurz gesagt: Die Konstruktion richtet sich nach Ihrer Aufgabe, nicht nach dem Logo auf dem Profil.

Aluminiumprofile kommen in Aerospace & Defence vor allem bei modularen Betriebsmitteln, Arbeitsplätzen, Transportwagen, Wartungsplattformen, Einhausungen und Vorrichtungen zum Einsatz. Maschinenbauprofile eignen sich für flexibel veränderbare Standardkonstruktionen, Zeichnungsprofile für individuelle Geometrien und technische Funktionen.

Wo werden Aluminiumprofile in Aerospace & Defence eingesetzt?

In Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung treffen hohe technische Anforderungen auf Produktionsstrukturen, die sich schnell verändern können. Neue Muster, Varianten und Programme machen es immer wieder notwendig, Betriebsmittel anzupassen oder vollständig neu aufzubauen.

Aluminium-Maschinenbauprofile eignen sich beispielsweise für:

  • Schwerlast- und Montagearbeitsplätze
  • Transport- und Materialwagen
  • Wartungstreppen und Wartungsplattformen
  • Fertigungs- und Montagepodeste
  • Schutz- und Einhausungskonstruktionen
  • modulare Gestelle und Vorrichtungen
  • kundenspezifische Konstruktionen

Gegenüber geschweißten Stahlkonstruktionen liegt ein wesentlicher Vorteil in der einfachen Veränderbarkeit. Verschraubte Profilkonstruktionen lassen sich erweitern, demontieren und für neue Aufgaben wiederverwenden.

Das spart nicht nur Zeit. Es kann auch den Materialeinsatz reduzieren und dafür sorgen, dass bestehende Betriebsmittel länger genutzt werden.

Wichtig: Dieser Beitrag betrachtet in erster Linie Aluminiumprofile für Produktionsmittel, Intralogistik und industrielle Konstruktionen. Ob ein Profil für ein flugkritisches, sicherheitsrelevantes oder zulassungspflichtiges Bauteil eingesetzt werden kann, muss immer anhand der konkreten technischen, normativen und vertraglichen Anforderungen geprüft werden.

Warum Aluminium für flexible Produktionsmittel?

Aluminium bietet ein gutes Verhältnis von Gewicht und Festigkeit, ist korrosionsbeständig und lässt sich sehr gut zu komplexen Profilgeometrien strangpressen.

Für Betriebsmittel in der Luftfahrt- und Verteidigungsproduktion ergeben sich daraus mehrere Vorteile:

  • geringes Eigengewicht bei hoher Stabilität
  • einfache Handhabung und Montage
  • modularer Aufbau ohne Schweißen
  • schnelle Anpassung an neue Anforderungen
  • Wiederverwendung vorhandener Komponenten
  • vielfältige Bearbeitungs- und Oberflächenmöglichkeiten
  • individuelle Geometrien durch Strangpressen

Gerade bei mobilen Arbeitsplätzen, Transportwagen oder Wartungskonstruktionen macht sich das geringe Gewicht bemerkbar. Gleichzeitig ermöglichen Nutprofile eine stabile Verbindung mit Winkeln, Verbindern, Nutensteinen und weiterem Zubehör.

Was bedeutet Systemzwang bei Aluminiumprofilen?

Viele Maschinenbauprofile werden als Teil eines herstellerbezogenen Baukastens angeboten. Profile, Verbinder, Zubehör und Konstruktionstools sind dabei aufeinander abgestimmt.

Das kann komfortabel sein. Es kann aber auch eine dauerhafte Abhängigkeit schaffen.

Wenn Betriebsmittel erst einmal auf ein bestimmtes Profilsystem ausgelegt sind, werden Erweiterungen und Ersatzteile häufig wieder beim gleichen Anbieter beschafft. Änderungen bei Preisen, Lieferzeiten oder Sortimenten wirken sich dann unmittelbar auf die eigene Konstruktion und Beschaffung aus.

Genau hier setzt No Name Konstruktion® (NNK®) an.

NNK® Maschinenbauprofile orientieren sich an verbreiteten Profilgeometrien und Rastermaßen. Zum Sortiment gehören unter anderem:

Vorhandenes kompatibles Zubehör kann dadurch weiterverwendet werden. Bestehende Konstruktionen müssen nicht automatisch vollständig neu geplant werden, nur weil eine zusätzliche Bezugsquelle genutzt werden soll.

Unser Prinzip ist einfach: Kompatibilität statt Abhängigkeit.

Fünf Vorteile kompatibler NNK® Maschinenbauprofile

1. Bestehende Konstruktionen weiterverwenden

Wer bereits mit verbreiteten Nut- und Rastermaßen arbeitet, möchte bei einem Lieferantenwechsel nicht jede Konstruktion neu entwickeln.

NNK® umfasst Profilgeometrien, die mit verbreiteten item- und Bosch-Rexroth-Systemen kompatibel sind. Dadurch können vorhandene Konstruktionsprinzipien, CAD-Daten und kompatible Zubehörteile in vielen Fällen weitergenutzt werden.

Das reduziert den Konstruktionsaufwand und erleichtert die Integration in bestehende Produktionsumgebungen.

2. Mehr Freiheit in der Beschaffung

Kompatible Geometrien ermöglichen es, Profile und Zubehör aus mehreren geeigneten Bezugsquellen zu beschaffen.

Dadurch wird Systemoffenheit nicht nur zur Preisfrage. Sie kann auch dazu beitragen, Beschaffungsrisiken zu reduzieren und die eigene Lieferkette widerstandsfähiger aufzustellen.

Denn eine modulare Konstruktion ist nur so flexibel wie die Lieferkette dahinter.

3. Wirtschaftliche Alternative zu etablierten Profilsystemen

Wer kompatible Maschinenbauprofile einsetzt, möchte nicht nur konstruktiv flexibel bleiben. Auch die Kosten müssen zum Projekt passen.

Bei No Name Konstruktion® konzentrieren wir uns auf das Wesentliche: Maschinenbauprofile in Industriequalität, eine hohe Verfügbarkeit und die Kompatibilität mit verbreiteten Nut- und Rastermaßen. Durch unsere schlanken Strukturen und die Konzentration auf Produktion und Distribution können wir wirtschaftlich attraktive Konditionen anbieten. Für viele Anwendungen sind NNK® Profile deshalb eine kostengünstige Alternative zu etablierten Profilsystemen – ohne dass bestehende Konstruktionsprinzipien vollständig geändert werden müssen.

Wie groß der Preisvorteil im konkreten Fall ausfällt, hängt von Profilgeometrie, Menge, Länge, Bearbeitung und Lieferbedingungen ab. Ein direkter Angebotsvergleich schafft hier Klarheit.

Senden Sie uns einfach Ihre Stückliste oder die bisher eingesetzten Profile. Wir prüfen, welche kompatible NNK® Alternative für Ihr Projekt infrage kommt, und erstellen ein transparentes Vergleichsangebot.

4. Hohe Verfügbarkeit

In Düsseldorf und Viersen hält mejo mehr als 3.000 Tonnen Aluminiumprofile auf Lager. Über 360 NNK®-Geometrien sind nach Unternehmensangaben direkt ab Lager verfügbar.

Für Produktionsunternehmen bedeutet das: Viele Maschinenbauprofile können kurzfristig bereitgestellt und bei Bedarf auf Maß zugeschnitten werden.

Gerade bei Umbauten, Reparaturen oder kurzfristig gestarteten Projekten kann diese Verfügbarkeit entscheidend sein. Schließlich sollte eine ganze Montagelinie nicht auf ein einzelnes fehlendes Profil warten müssen.

5. Klar definierte technische Eigenschaften

NNK® Maschinenbauprofile sind stranggepresste Aluminiumprofile in Industriequalität. Je nach Profilserie gelten definierte Vorgaben für Werkstoff, Oberfläche und Toleranzen.

So können technische Eigenschaften bereits bei der Profilauswahl berücksichtigt und mit den Anforderungen des jeweiligen Projekts abgeglichen werden.

Unsere Haltung: Konstruktionsfreiheit statt Systemzwang

mejo beschäftigt sich seit 1932 mit Aluminium und ist bis heute unabhängig und inhabergeführt.

Mit No Name Konstruktion® verfolgen wir bewusst einen systemoffenen Ansatz: hochwertige Maschinenbauprofile, kompatibel mit verbreiteten Geometrien und ohne unnötige Bindung an ein proprietäres Ökosystem.

ALnarchy® bringt diese Haltung auf den Punkt. Es geht um mehr Wahlfreiheit, faire Beschaffung und die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, welche Lösung technisch und wirtschaftlich am besten zum Projekt passt.

Oder etwas einfacher gesagt: Aluminiumprofile ohne unnötigen Schnickschnack – made to get it done®.

Warum flexible Lieferketten für Aerospace & Defence wichtiger werden

Eine modulare Konstruktion ist nur so flexibel wie ihre Lieferkette.

Wer Arbeitstische, Montagepodeste oder Transportwagen an ein neues Flugzeugmuster oder Fahrzeugprogramm anpassen muss, möchte Profile und Zubehör kurzfristig beschaffen können. Eine ausschließliche Abhängigkeit von einem Hersteller kann dabei zum Beschaffungsrisiko werden.

Kompatible Profilgeometrien schaffen dagegen zusätzliche Optionen:

Bestehende Konstruktionen können weitergenutzt werden, während der Einkauf mehr Freiheit bei der Wahl der Bezugsquelle erhält.

Damit wird Herstellerunabhängigkeit nicht nur zur Preisfrage, sondern auch zu einem Baustein für resilientere Beschaffungsstrategien.

Aluminium-Sonderprofile für Aerospace & Defence

Standardisierte Maschinenbauprofile sind für Betriebsmittel, Gestelle und modulare Konstruktionen häufig die wirtschaftlichste Lösung.

Doch nicht jede Anwendung lässt sich mit einem Baukastensystem abbilden.

Bei speziellen Geometrien, definierten Wandstärken, integrierten Funktionen oder konstruktionsbedingt besonderen Anforderungen kommen Aluminium-Zeichnungsprofile ins Spiel.

mejo fertigt individuelle Aluminiumprofile nach Kundenvorgabe und greift dafür auf ein umfangreiches Netzwerk von Strangpressen zurück. Verfügbar sind unter anderem Legierungen wie:

  • EN AW-6060
  • EN AW-6061
  • EN AW-6063
  • EN AW-6005
  • EN AW-6005A
  • EN AW-6082

Auch weitere Bearbeitungs- und Oberflächenoptionen wie Eloxieren oder Pulverbeschichten können projektabhängig berücksichtigt werden.

So entsteht ein Profil, das sich nach der Konstruktion richtet, statt einer Konstruktion, die sich nach einem vorhandenen Systemprofil richten muss.

Was eignet sich besser: Standardprofil oder Zeichnungsprofil?

Standardisierte Maschinenbauprofile sind für Betriebsmittel, Gestelle und modulare Konstruktionen häufig die schnellste und wirtschaftlichste Lösung. Doch nicht jede Anwendung lässt sich mit einem vorhandenen Baukastensystem abbilden.

Wenn besondere Geometrien, definierte Wandstärken oder integrierte Funktionen gefragt sind, kommen Aluminium-Zeichnungsprofile ins Spiel.

AnforderungMaschinenbauprofilZeichnungsprofil
Schnelle Verfügbarkeit☑️ Ja bei LagergeometrienProjektabhängig
Spätere Umbauten☑️ Ja❌ Eingeschränkt
Individuelle Geometrie❌ Nein☑️ Ja
Integrierte FunktionenJe nach Geometrie☑️ Ja
Neues Werkzeug erforderlich❌ Nein☑️ Meistens ja
Typische AnwendungArbeitsplätze, Wagen, Gestelle und EinhausungenFunktionsprofile und kundenspezifische Serienbauteile

Für Aerospace- und Defence-Projekte kann auch eine Kombination sinnvoll sein: standardisierte Maschinenbauprofile für die modulare Grundkonstruktion und individuelle Zeichnungsprofile für besondere technische Funktionen.

Verbundplatten für Aerospace und Defense

Aluminiumprofile und Verbundplatten kombinieren

Nicht jede Konstruktion besteht ausschließlich aus Profilen. Wenn neben einem modularen Rahmen auch leichte, steife Flächen benötigt werden, lassen sich Aluminiumprofile mit Sandwich- oder Wabenverbundplatten kombinieren.

Die Maschinenbauprofile bilden dabei beispielsweise die tragende Grundkonstruktion. Verbundplatten können – abhängig von Ausführung, Belastung und projektspezifischer Prüfung – für Verkleidungen, Einhausungen, Trennwände, Arbeitsflächen oder Bodenaufbauten eingesetzt werden.

Mit LUXBOARD, STALUFLEX® und ALUCORE® bietet mejo Aluminium-Wabenverbundplatten, die ein geringes Gewicht mit hoher Biegesteifigkeit verbinden. Je nach Anwendung sind Zuschnitte, Bohrungen, Fräsungen und unterschiedliche Oberflächenbearbeitungen möglich.

Passende Kanten- und Abschlusslösungen können mit No Name Frame® Verbundplattenprofilen umgesetzt werden. So entstehen leichte, stabile Konstruktionen, bei denen Rahmen, Fläche und Bearbeitung aufeinander abgestimmt sind.

Auch hier gilt: Ob eine bestimmte Verbundplatte für ein sicherheitsrelevantes oder zulassungspflichtiges Aerospace- oder Defence-Projekt geeignet ist, muss anhand der konkreten technischen Anforderungen, Belastungen, Brandschutzvorgaben und erforderlichen Nachweise geprüft werden.

AQAP, STANAG und Qualitätssicherung in Defence-Projekten

Bei Projekten für die Verteidigungsindustrie spielen neben den technischen Eigenschaften auch Qualitätssicherung, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit eine wichtige Rolle.

  • AQAP steht für Allied Quality Assurance Publications. Bei Aufträgen der Bundeswehr können AQAP-Anforderungen abhängig vom Qualitätsrisiko und von der Komplexität des Vertragsgegenstands als Vertragsbestandteil vereinbart werden. AQAP 2110 enthält die Anforderungen der ISO 9001 und ergänzt sie um NATO-spezifische Bestimmungen. AQAP 2310 richtet sich speziell an Leistungserbringer bei besonders komplexen Projekten in Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung. Sie enthält die Anforderungen der EN 9100, ebenfalls ergänzt um NATO-spezifische Bestimmungen.
  • STANAG steht für Standardization Agreement. Dabei handelt es sich um Standardisierungsvereinbarungen der NATO. STANAG 4107 behandelt unter anderem die gegenseitige Anerkennung staatlicher Qualitätssicherung und die Anwendung der AQAP-Systematik.

Für die Beschaffung bedeutet das: Ein Aluminiumprofil ist nicht automatisch „AQAP-konform“, „STANAG-konform“ oder pauschal „Defence-tauglich“. Entscheidend ist immer, welche Anforderungen für den konkreten Auftrag vereinbart wurden.

Zu prüfen sind beispielsweise:

  • geforderte Werkstoffe und Toleranzen
  • Abnahmeprüfzeugnisse und Materialnachweise
  • Chargen- und Rückverfolgbarkeit
  • Prüf- und Dokumentationspflichten
  • Oberflächen- und Bearbeitungsvorgaben
  • Anforderungen an Unterlieferanten
  • vertraglich vereinbarte AQAP- oder EN-9100-Anforderungen

Die Anforderungen sollten deshalb möglichst früh geklärt und in der Anfrage eindeutig benannt werden.

Weiterführende Informationen zu den geltenden Qualitätssicherungsanforderungen und AQAP-Dokumenten bietet die Bundeswehr auf ihrer offiziellen AQAP-Übersichtsseite.

Welche Angaben benötigen wir für Ihre Profilanfrage?

Je genauer die Anforderungen beschrieben sind, desto schneller können wir prüfen, ob ein Standardprofil ausreicht oder ein Zeichnungsprofil sinnvoller ist.

Hilfreich sind insbesondere:

  • Beschreibung der Anwendung
  • gewünschte Profilgeometrie oder CAD-Zeichnung
  • benötigte Längen und Mengen
  • vorgesehene Belastungen
  • gewünschte Legierung
  • Toleranz- und Oberflächenanforderungen
  • benötigte Bearbeitungsschritte
  • geforderte Nachweise und Dokumentationen
  • gewünschter Liefertermin

Noch nicht alle Angaben vorhanden? Kein Problem. Unsere Profilberater unterstützen Sie dabei, die passende Lösung für Ihre Anwendung zu finden.

Häufige Fragen zu Aluminiumprofilen für Aerospace & Defence

Warum wird Aluminium in der Aerospace- und Defence-Industrie eingesetzt?

Aluminium bietet ein gutes Verhältnis von Gewicht und Festigkeit, ist korrosionsbeständig und lässt sich zu komplexen Profilgeometrien strangpressen. Dadurch eignet es sich sowohl für modulare Produktionsmittel als auch für kundenspezifische Konstruktionen.

Für welche Anwendungen eignen sich Maschinenbauprofile?

Typische Anwendungen sind Arbeitsplätze, Transportwagen, Wartungsplattformen, Gestelle, Einhausungen, Prüfeinrichtungen und andere modulare Betriebsmittel.

Sind NNK® Profile mit item und Bosch Rexroth kompatibel?

Ja. Innerhalb der Produktlinie No Name Konstruktion® bietet mejo ISP-Profile für item-kompatible und BSP-Profile für Bosch-Rexroth-kompatible Geometrien an.

Zusätzlich stehen weitere Systeme wie VSP (OpenBuilds-kompatibel) und CSP (C-Nut) zur Verfügung.

Wie schnell sind Aluminiumprofile bei mejo verfügbar?

mejo hält mehr als 3.000 Tonnen Aluminiumprofile in Düsseldorf und Viersen auf Lager. Zahlreiche NNK® Maschinenbauprofile können dadurch kurzfristig bereitgestellt und auf Wunsch zugeschnitten werden. Die konkrete Verfügbarkeit hängt von Profil, Menge und Bearbeitung ab.

Fertigt mejo auch individuelle Aluminiumprofile für Aerospace und Defence?

Ja. Neben standardisierten Maschinenbauprofilen liefert mejo Aluminium-Zeichnungsprofile nach Kundenvorgabe. Über ein umfangreiches Pressennetzwerk können unterschiedliche Profilgrößen, Legierungen und Losgrößen realisiert werden.

Sind Aluminiumprofile automatisch AQAP- oder STANAG-konform?

Nein. AQAP und STANAG sind nicht pauschal als Produkteigenschaft eines Aluminiumprofils zu verstehen. Welche Qualitäts-, Dokumentations- und Standardisierungsanforderungen gelten, hängt vom konkreten Projekt und vom jeweiligen Vertrag ab.

Liefert mejo auch Verbundplatten für Aerospace- und Defence-Projekte?

Ja. Neben Maschinenbau- und Zeichnungsprofilen bietet mejo Sandwichplatten und Aluminium-Wabenverbundplatten für den Leichtbau an. Welche Platte sich eignet, hängt unter anderem von Belastung, Gewicht, Brandschutz, Oberfläche und den benötigten Nachweisen ab.

Fazit: Weniger Systemzwang, mehr Beschaffungs- und Konstruktionsfreiheit

Modulare Systembaukästen haben ihre Berechtigung. Sie können Planung und Montage deutlich vereinfachen. Dafür muss sich ein Unternehmen aber nicht zwangsläufig dauerhaft an einen einzelnen, möglicherweise teuren Anbieter binden.

Kompatible Aluminium-Maschinenbauprofile ermöglichen es, bestehende Konstruktionsstandards weiter zu nutzen und gleichzeitig mehr Freiheit bei Beschaffung, Erweiterung und Umbau zu gewinnen. Genau dafür steht No Name Konstruktion® von mejo: Maschinenbauprofile in Industriequalität, eine hohe Lagerverfügbarkeit und Kompatibilität mit verbreiteten Profilgeometrien – ohne unnötigen Systemzwang.

Und wenn ein Standardprofil nicht ausreicht, begleiten wir Sie von der ersten Skizze bis zum individuellen Aluminium-Zeichnungsprofil.

Sie planen ein Projekt für Aerospace, Defence oder den industriellen Betriebsmittelbau?

Unsere Expert:innen für Profile und Profiltechnik unterstützen Sie anwendungsbezogen und systemoffen bei der Auswahl geeigneter Maschinenbau- und Zeichnungsprofile.

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