Wir räumen auf – und bauen eine neue Halle!
Warum wir ausgerechnet jetzt in Viersen-Mackenstein den Spaten in den Boden rammen für rund 2.000 Quadratmeter mehr Lagerfläche und warum das keine langweilige Story ist, dass wir die Größten sind.
Es gibt diese typischen Spatenstich-Fotos: Männer im Anzug, blitzeblanke Schutzhelme, Spaten in der Hand und ein Gesichtsausdruck, als hätten sie gerade eine Rakete ins All geschossen. Wir haben so ein Foto jetzt auch. Nur ohne glänzenden Helm, ohne Rakete und leider auch ohne Roadster. Dafür mit Mutterboden.
Ich könnte Ihnen jetzt etwas von einem „Meilenstein“ erzählen, von „Aufbruch“ und „der nächsten Stufe unserer Erfolgsgeschichte“ – so ein klassischer für PR polierter LinkedIn-Post. Mache ich nicht. Ist langweilig und die ehrliche Version ist sowieso unterhaltsamer.
Was wirklich passiert ist: Uns ist schlicht der Platz ausgegangen
Zwischen 2022 und 2024 ist uns der Platz ausgegangen. Nicht ein bisschen, sondern komplett. Die Lieferketten waren durcheinander und wir haben eingekauft, was zu bekommen war. In diesen Jahren war es wichtiger, lieferfähig zu bleiben, als eine hübsche Lagerkennzahl vorweisen zu können. Das war richtig – und die Rechnung dafür stand danach in der Landschaft: Wir haben zusätzliche Flächen angemietet: in Willich, in Viersen – nur ein paar Kilometer vom Gewebering entfernt – und in Bitterfeld.
Keine dieser Hallen war jemals Teil eines Lagerkonzepts. Sie waren die Antwort auf die Frage: „Wo soll das ganze Zeug hin?“
Wer schon einmal ein Werksbund aus einer Halle geholt hat, das laut System in einer anderen liegt, kennt das Problem. Manchmal ist das kein Lager mehr, sondern eine Schnitzeljagd mit Stapler. Es kostet Zeit, es kostet Diesel, es kostet Nerven, und vor allem kostet es Geschwindigkeit. Und Geschwindigkeit ist bei uns genauso wie Verfügbarkeit kein Marketingversprechen, sondern Teil unseres Geschäftsmodells.
Die neue Halle ist eine große Aufräum-Aktion
Deshalb bauen wir in Viersen-Mackenstein, direkt neben dem, was ohnehin unser Hauptlager ist. Die neue Halle bekommt rund 2.000 Quadratmeter Fläche. Die Fertigstellung ist für Sommer/Herbst 2027 geplant.
Entscheidend ist dabei weniger die zusätzliche Fläche als das, was wir mit ihr machen: Bestände zusammenführen, angemietete Lagerflächen aufgeben und Abläufe vereinfachen. Insgesamt werden wir etwas mehr Platz haben als heute – verteilt auf weniger Standorte.
Das ist unspektakulär und „wir räumen auf“ klingt langweiliger als „wir wachsen“. Aber es ist betriebswirtschaftlich das bessere Projekt. Miete ist Geld, das jeden Monat aus dem Fenster fliegt und nie wiederkommt. Eine eigene Halle steht in 20 Jahren noch. Made to get it done® – Meti freut‘s.
Warum jetzt, wo doch alle jammern?
2026 ist eigentlich kein Jahr, in dem die Branche baut. Der Markt ist zäh, viele warten ab, Investitionsentscheidungen werden vertagt, bis „es wieder losgeht“. Genau das habe ich in jeder Delle in den letzten dreißig Jahre gehört. Es nervt.
Der erste Grund, warum wir jetzt loslegen: Wer baut, wenn alle bauen, zahlt Boompreise und wartet neun Monate auf einen Statiker. Wer baut, wenn gerade kein anderer baut, bekommt Kapazität, Aufmerksamkeit und vernünftige Angebote. Auch beim Hallenbau lohnt sich ein guter Einkauf. Und Einkauf kann ich.
Der zweite Grund ist aber cooler: Wir sind ein Familienunternehmen in dritter Generation, seit 1932. Ich habe keinen Investor, dem ich im nächsten Quartal etwas beweisen muss. Das heißt nicht, dass wir hier Geld verbrennen dürfen. Es heißt, dass ich in Zeiträumen planen kann, in denen sich ein Gebäude rechnet.
Was das für Bestellungen bedeutet
Bis zur Fertigstellung erst einmal wenig. Ich will Ihnen nichts verkaufen, was noch nicht steht.
Nach dem Sommer 2027 gibt’s jedoch kürzere interne Wege, weniger Umlagerungen, und Lager und Bearbeitung unter einem Dach. Konkret bedeutet das schnellere Kommissionierung und weniger von dem Satz, den niemand hören will: „Das kommt aus dem Außenlager und dauert einen Tag länger“.
Unser Lagerkonzept ändert sich für Sie nicht. Wir halten weiter das, was wir immer gehalten haben: NNK® Maschinenbauprofile ab Lager, kompatibel zu item und Bosch Rexroth, ohne dass Sie sich dafür an ein System binden müssen. Die Halle sorgt nur dafür, dass alles schneller ankommt.
Bis dahin
Wir werden in den nächsten Monaten hin und wieder Bilder zeigen. Beton ist als Content-Thema überschaubar sexy, das ist mir bewusst. Aber ein Unternehmen, das über Jahre erzählt, wie wichtig Lieferfähigkeit ist, sollte auch zeigen, was es dafür tut, wenn es gerade nicht bequem ist.
Weiter ab geht’s, Profile verkaufen!
Euer Stephan Josten

















