Raketeneinschläge am Golf versetzen die Industrie in Alarmbereitschaft
Eine drohende Aluminium Knappheit lässt aufhorchen. Die geopolitische Lage im Nahen Osten hat am vergangenen Wochenende eine neue, gefährliche Eskalationsstufe erreicht. Während bisher primär die Blockade von Handelswegen im Fokus stand, zielen die jüngsten Ereignisse direkt auf das Herz der globalen Aluminiumproduktion.
Aluminiumhütten unter Beschuss
Wie die staatliche Nachrichtenagentur Bahrains unter Berufung auf den Hersteller Alba (Bahrain Aluminium) meldete, wurde das Werk am Samstag zum Ziel eines iranischen Angriffs. Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten, dass sie neben Alba auch die Anlagen von Emirates Global Aluminium (EGA) mit Drohnen und Raketen attackiert haben.
Diese Angriffe, laut Teheran eine Vergeltung für Schläge gegen iranische Stahlwerke, haben laut ersten Berichten von Bloomberg und der Tagesschau „erhebliche Schäden“ an der Infrastruktur verursacht. Experten von ING Economics warnen bereits: Selbst, wenn sich die Lage morgen entspannen würde, könnten die daraus resultierenden Lieferausfälle aufgrund der massiven Beschädigungen noch lange fortbestehen.
Wir haben bereits in einem vorherigen Blogpost über eine Teilstilllegung Albas Anfang März berichtet, als der Konzern Force Majeure erklärte. Alba ist das weltweit größte Aluminiumwerk außerhalb Chinas – ein längerer Ausfall betrifft die globalen Lieferketten, Preise und Angebote von Aluminium.
Schock an der LME: Warum die gefallene 3.400-Dollar-Marke erst der Anfang ist
Die Reaktion an den Börsen ließ nicht lange auf sich warten. An der Londoner Metallbörse (LME) schoss der Preis für das Leichtmetall unmittelbar nach Bekanntwerden der Angriffe um über vier Prozent nach oben. Seit Beginn des Kriegs ist der Aluminiumpreis mehr als neun Prozent gestiegen. Aktuell notiert Aluminium bei rund 3.484 Dollar pro Tonne – ein Niveau, das die Produktionskosten für die europäische Verarbeitungsindustrie massiv unter Druck setzt.
Dadurch verschärft sich ein ohnehin prekäres Szenario:
- Langwierige Reparaturen: Das Hochfahren beschädigter oder abgeschalteter Hütten kann sechs bis zwölf Monate dauern.
- Import-Abhängigkeit: Da Europa 20 % seines Primäraluminiums aus der Golfregion bezieht, droht ab Juni/Juli eine physische Lücke in der Versorgungskette.
- Schrottmangel: Der Ausfall der Primärproduktion lässt auch die Nachfrage nach Recyclingmaterial explodieren, was die Preise für Sekundäraluminium zusätzlich antreibt.
Rotterdam-Prämie als Krisenindikator: Ein Anstieg von 88 %
Für die verarbeitende Industrie in Europa ist der LME-Kurs nur die Basis. Ein weitaus kritischerer Faktor ist die sogenannte „Rotterdam-Prämie“. Diese Prämie wird auf den LME-Preis aufgeschlagen, um die physische Lieferung von Aluminium in Europa abzubilden.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
- Am 02.01.2026 lag die Prämie noch bei 480 USD/Tonne.
- Bis zum 27.03.2026 explodierte sie auf 900 USD/Tonne.
Das ist ein Anstieg von 88 % in knapp drei Monaten. Zusammen mit den ebenfalls massiv gestiegenen Frachtkosten treibt dies die Kosten für Profile enorm in die Höhe.
Die drohende Aluminium Knappheit wird hier physisch greifbar: Wer heute Material will, muss tief in die Tasche greifen – falls er überhaupt welches bekommt.
Aluminium Knappheit: Die Illusion der „Festung Europa“

Viele Unternehmen setzen die Hoffnung daher auf europäische Werke, in der Hoffnung, die Knappheit von Aluminium so zu umgehen. Doch die Wahrheit ist ernüchternd, denn Europa ist ein Nettoimporteur: Rund 50 % des Primäraluminiums müssen eingeführt werden, da die heimische Produktion aufgrund hoher Energiekosten über Jahre unrentabel wurde.
Ein möglicher Engpass betrifft nicht nur den Export von Primäraluminium, aus der Golfregion, sondern auch von Alumina (Tonerde), dem Vorprodukt von Aluminium.
Das Problem: „Europe only“ funktioniert nicht. Ohne Alumina steht in Europa die Produktion genauso still wie in der Golfregion. Die globalen Logistikketten sind so eng verzahnt, dass eine Blockade am Golf zeitverzögert auch europäische Schmelzhütten erreicht.
Volle Lager & sichere Bolzen-Kontingente
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Während die Branche über drohende Produktionsstopps in der Automobil- und Luftfahrtindustrie spekuliert, haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Wir waren längst gegen die physische Verknappung am Weltmarkt abgesichert:
- Maschinenbauprofile ab Lager: Unsere Bestände an Maschinenbauprofilen sind so groß, dass wir auch bei einem totalen Importstopp aus der Golfregion voll lieferfähig bleiben.
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