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icon-pfeil  Prinzip des Strangpressens

 

Das Bedürfnis, Neues zu schaffen, kennzeichnet das Wesen des Menschen. Das Strangpressen von Profilen unterstützt gegenüber der konventionellen, rahmenorientierten Konstruktionsweise dieses Streben im besonderen. Der grundsätzliche Unterschied besteht darin, daß ein Bauteil nicht aus genormten Profilen oder Blechabschnitten kombiniert wird, sondern als funktionsgerechtes, einteiliges Strangpreßprofil mit fast unbegrenzten Möglichkeiten der Formgebung konstruiert werden kann. Im Vergleich mit der Profilierung durch Walzen sind die Gestaltungsmöglichkeiten für den Querschnitt bei der Strangpreßtechnologie wesentlich umfangreicher.

Das Strangpressen ist ein spanloses Umformverfahren zum Herstellen von Stäben, Drähten, Rohren und unregelmäßig geformten prismatischen Profilen. In diesem Verfahren wird ein auf Umformtemperatur erwärmter Pressling (Block) mit einem Stempel durch eine Matrize gedrückt. Dabei wird der Block durch einen Rezipienten -ein sehr dickwandiges Rohr- umschlossen. Die äußere Form des Pressstrangs wird durch die Matrize bestimmt. Strangpressprofile erreichen bis zu 60m Länge; größere Längen sind zwar möglich, aber im Allgemeinen nicht wirtschaftlich.


Die Besonderheit des Strangpressens ist der allseitige Druck, der durch den Stempel, den Rezipienten und die Matrize auf das Material aufgebracht wird. Dieser allseitige Druck bewirkt, dass mit diesem Verfahren Werkstoffe verformt werden können, die sich mit anderen Verfahren nur schlecht oder gar nicht plastisch verformen lassen. Ein gerne genanntes Beispiel ist das Strangpressen von Marmor.


In der Praxis wird das Strangpressen vor allem auf Aluminium und Aluminiumlegierungen (z.B. Kühlkörper-Profile), Kupfer und Kupferlegierungen (Oberleitungen) sowie in geringerem Umfang auf Stahl, Magnesium- und Titanlegierungen oder auch Lote angewendet.

 

Pressverfahren 


Unterschieden wird im Wesentlichen zwischen direktem und indirektem Strangpressen: Das direkte Strangpressverfahren ist am weitesten verbreitet, die meisten Konstruktionsprofile werden auf diese Weise erzeugt. Das indirekte Pressverfahren wird vorwiegend für schwerpressbare Stangen in Bohr- und Drehqualität eingesetzt. Es hat den Nachteil, dass der erzeugbare Profilquerschnitt bei sonst gleicher Pressengrösse kleiner ist, da sich die Matrize innerhalb des Rezipienten (auch Aufnehmer genannt) befindet.

 

Direktes Strangpressverfahren:

 

Der auf rund 450 – 500°C aufgewärmte Bolzen (Block) wird in den Rezipienten eingelegt und mit dem hydraulisch betriebenen Stempel durch die formgebende Matrize gepresst. Block und Werkzeug bleiben feststehend. Der austretende Strang - das Profil - wird abgekühlt bzw. abgeschreckt, um einerseits die Festigkeit zu erhöhen und gleichzeitig eine nachträgliche Verformung durch das Eigengewicht des heissen Stranges zu verhindern.

 

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Indirektes Strangpressen:

 

Bei diesem Verfahren wird der Pressstempel mit der Matrize gegen den Pressbolzen in den Rezipienten gepresst. Da der Bolzen im Rezipienten nicht bewegt wird, entstehen wesentlich weniger Reibungskräfte, so dass die zur Verfügung stehende Presskraft voll ausgenutzt werden kann.

 

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